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Was hinter deinem Pelz steckt

October 4, 2017

 

Überall sieht man sie, die flauschigen schönen Pelzkrägen. Doch was hinter den Accessoires steckt, ignorieren viele Käufer. Ich denke in der heutigen Zeit, sollte fast jeder wissen, wie grausam die Pelztierzucht und die Tötung der Tiere sind. Argumente wie, es sieht einfach schön aus, lassen da die Tierschützerherzen weinen. 

Denn sie wissen, wie die Tiere leben, getötet und verarbeitet werden. Alle Wildtiere in der Pelzproduktion werden nicht artgerecht gehalten, sie leben in Drahtkäfigen, ohne ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben zu können. Füchse zum Beispiel leben normalerweise in Familien in Fuchsbauten, und haben ein Revier von bis zu 40 Quadratkilometern. Auf einer Pelzfarm, werden sie oft alleine gehalten, auf 1 qm, damit sie nicht zu Kannibalen werden.

 

Da die Tiere keinerlei Beschäftigungsmöglichkeiten haben, entstehen grosse Verhaltensstörungen. Stereotypen wie auf- und abgehen, stetiges Kopfnicken etc. Sie beginnen auch mit Selbstverstümmelung oder fressen ihre Babys auf. Es gibt keine Pelztiere die nicht leiden. Ob sie jetzt aus Dänemark, USA oder China stammen, immer ist es mit Tierquälerei verbunden. 

In Europa gibt es Vorschläge wie Pelztiere gehalten werden sollen. Kontrolliert werden diese aber leider nicht. Es geht schliesslich um sehr viel Geld in der Pelzindustrie. Gewisse Länder schützen die Pelztiere, in dem Sie die Zucht und Haltung verbieten. In Europa werden die Tiere durch Stromschläge in den Anus getötet, totgespritzt oder vergast. Dies sind die offiziell genannten Tötungsmethoden. Tierschützer konnten schon filmen wie dänische Pelzfarmer die Tiere mit Drahtschlingen erdrosselten. In China gibt es gar keine Tierschutzgesetze. Die Tiere werden oft noch in einem kleineren Käfig gehalten, ohne Zugang zu Wasser oder Essen. Nach 4-5 Monaten beginnt dann die „Ernte“.

Die chinesischen Mitarbeiter werden pro Fell bezahlt, also wollen sie möglichst schnell viele Tiere töten. Wie ist da egal. Oft wird Ihnen ein Knüppel über den Kopf gezogen, nicht um es zu töten, sondern nur zu betäuben. Der Arbeiter hängt den noch lebenden Marderhund an einen Haken und beginnt mit der Häutung. Beim Hinterbein angefangen, arbeitet er sich weiter vor bis zum Kopf. Stück für Stück zieht er dem noch lebenden, mittlerweile auch nicht mehr betäubten, Marderhund das Fell ab. Dies dauert durchschnittlich 6 Minuten. Es sind bestimmt die schlimmsten 6 Minuten seines Lebens. Der bestialische Weg leider noch nicht zu Ende. Der Marderhund lebt ja noch. Achtlos wird er auf einen Haufen gehäuteter Hunde geworfen. Dort leidet er nochmals bis zu 6 Minuten. Ohne Fell. Seine Augen blinzeln, man sieht seine letzten Atemzüge. Dazu gibt es viele Videos im Internet. Ich konnte mir noch nie eines anschauen, ohne innert Sekunden zu weinen. Jeder der Pelz verherrlicht oder trägt sollte sich einmal im Leben ein solches Video ansehen. So viel Grausamkeit ist schwer zu ertragen und das alles für einen Pelzkragen.

 

In China alleine sterben ca. 70 Millionen Tiere jedes Jahr, und zwar genau so. Danach werden die Felle gegerbt, was ohne Handschuhe oder Sicherheitsvorkehrungen passiert. Die giftigen Chemikalien landen ungefiltert im Grundwasser. Weiteres Mensch- und Tierleid entsteht. Die Felle sind danach oft krebserregend, da sie mit Chrom6 versetzt wurden, welches bei der kleinsten Überdosierung zu starken Hautreizungen, bis hin zu Krebs führen kann. Dieser gesunde Fellkragen trägt der Konsument dann nahe am Gesicht, vielleicht trägt sogar sein Kind eine Jacke mit Hundefell. Viele Menschen wissen nicht, dass Echtfell heutzutage billiger ist als Kunstpelz. Peta-Aktivisten liessen DNA Tests durchführen, das Ergebnis, oft Hunde und Katzenfell. Jetzt fragt sich sicher jeder, wer würde das schon tragen. Ja, ganz viele. An Ihren Bommelmützen, Krägen, Handschuhen etc. Deshalb ist man nur auf der sicheren Seite, wenn man ganz auf Pelz verzichtet. Auf die Firma Canada Goose, die auf ihrer Homepage damit prahlt, nur einheimische Felle aus Wildtierfang zu verwenden, möchte ich anprangern. Sie stellen Fallen auf, in denen die Kojoten oft tagelang leiden. Die Pfote verstümmelt, ausgehungert und am verdursten, muss der Kojote bis zu 5 Tage ausharren, bis er erschossen wird. Dies passiert aber nicht durch professionelle Jäger, sondern Amateur Wilderer. Oft brauchen sie mehrere Schüsse um ein Tier zu erlegen. Die Firma erwähnen auch gerne, dass sie helfen den Wildtierbestand zu regulieren. Fakt ist jedoch, dass eine Kojotenfamilie ein Leittier hat, wenn dieses geschossen wird, vermehrt sich dich ganze Gruppe rasant, um dem Verlust auszugleichen. Was eine Überpopulation fördert. Ebenfalls schicken sie ihre Felle auch nach China zum Gerben.

 

Wenn du also kein unnötiges Tierleid unterstützen möchtest, verzichte auf Pelz und kläre deine Mitmensch auf! Nur so können wir diese grausamen Mode verbannen. Die Website www.stopp-pelz.ch gibt Euch noch weitere Informationen und was ihr persönlich dagegen tun könnt. 

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