Jahresbericht 2021 und Ausblick 2022

Auch das 5. Vereinsjahr wurde durch die äusseren Umstände der Pandemie eingeschränkt. Vieles – insbesondere Anlässe - waren deshalb auch im 2021 nicht oder nur beschränkt möglich. Der Vorstand hat es sich aber nicht nehmen lassen, im Herbst nach Rumänien zu reisen und sich zu vergewissern, dass es den Dog Park Bewohnern nach wie vor gut geht. Ebenfalls im Herbst fand der jährliche Sponsorenlauf statt, welcher wiederum als Erfolg verbucht werden konnte.

Im Jahr 2021 konnten erneut keine Kuchenverkäufe durchgeführt werden, was die aktiven Mitglieder*innen vor Herausforderungen stellte. Dank unseren engagierten Helfer*innen und der Umsetzung neuer innovativen Ideen konnten trotzdem viele Einnahmen generiert werden. Die Gesamteinnahmen liegen mit CHF 55'300.- sogar rund CHF 5'000.- über dem Budget. Der Aufwand lag insbesondere aufgrund der vielen finanzierten Kastrationen mit CHF 59'000.- ebenfalls rund CHF 10'000.- über dem Budget.

Die Jahresrechnung schliesst somit mit einem Verlust von rund CHF 3'700.- ab, was aber durch die vorhanden Gewinnreserven gut abgefangen werden kann. Der Vorstand schlägt deshalb vor, den Verlust mit diesen zu verrechnen.


Schweiz

Katzennotfall im Raum Bern: Ende Sommer wurde durch eine Bekannte einer Animaris Helferin zu Hilfe gerufen, weil ein streunender, verwilderter Kater gesichtet wurde. Eine Gruppe von Helferinnen aus Bern hat schnell reagiert. Da nicht bekannt war, ob der Kater gesund und gechipt war, ist eine Gruppe von Animaris Helferinnen ausgerückt und konnte den verwilderten Kater einfangen. Der ca. 10 Jahre alte Kater, von den Helferinnen liebevoll "Bützu" genannt, wurde dann von einem Tierarzt gründlich untersucht, entwurmt, gesäubert und auch gleich kastriert. Bützu ist keine Hauskatze, weshalb die tierliebe Finderin erlaubt hat, dass er am Fundort bleiben darf, wo er weiter gefüttert wird, für kalte, nasse Nächte ein Plätzchen erhält und gleichzeitig seine Freiheit geniessen kann. Die Behandlung von CHF 450.00 wurde durch Spenden finanziert.



Schrebergärten in Basel: Hier tummeln sich besonders viele Streuner, da sie meist Futter und einen Unterschlupf finden. Unsere Katzenfängerin Conchita war besonders aktiv und hat unzählige Abende in Schrebergärten, auf Bauernhöfen oder in Innenhöfen mit Warten verbracht - Warten darauf, dass die Falle zuschnappt. Und das tat sie im 2021 mehrmals :) Es ist eine mühselige und ungemütliche Arbeit die viel Geduld abverlangt. Aber für das Resultat lohnt es sich. So konnten im Raum Basel auch im 2021 einige Kätzinnen und Kater kastriert werden. Auch viele Jungtiere und verletzte Büsis konnten so gesichert und ins Tierheim gebracht werden. Die Aktionen fanden in einem engen Kontakt mit der Tierschutzorganisation NetAP und dem Katzenheim Muttenz statt.

Des weiteren konnte eine zweite Tierarztpraxis im Baselbiet, die Tierklinik Leimental, als Kastrationspartnerin dazu gewonnen werden. Wir hoffen, auf eine gute Zusammenarbeit im kommenden Jahr.


Lugoj, Rumänien

Ende 2021 lebten 41 fixe Dog Park Hunde im Dog Park. Der Dog Park arbeitet auch mit anderen Organisationen zusammen, so dient er als temporäres Zuhause für Hunde vom Verein Streunerfreunde Deutschland, bevor diese nach Deutschland in ihr “Forever Home” dürfen. Der Dog Park gibt auch Welpen einen Unterschlupf bis diese durchgeimpft sind und zu der Rumänischen Tierschützerin Carmelia ziehen dürfen. Von dort werden die Welpen dann weiter vermittelt.

Im Dog Park läuft es rund und den Hunden geht es mehr als gut. Da Corona Einsätze vor Ort verhinderte, fand ein regelmässiger Austausch per Video-Call mit Otto Forster und Cristian Nicolae statt. Im November konnten wir uns endlich wieder persönlich vor Ort in Lugoj überzeugen, wie es unseren Hunde Schützlingen geht. Es kann mit guten Gewissen gesagt werden, dass sich die Dog Park Hunde wohl und geborgen fühlen. Es wird gut zu ihnen geschaut. Natürlich gibt es an der einen oder anderen Ecke noch Verbesserungspotential. Die Infrastruktur ist 24/7/365 den herben rumänischen Witterungen ausgesetzt und muss neben den täglich anfallenden Arbeiten laufend unterhalten werden.

Die wiederkehrenden Kosten für den Betrieb des Dog Parks wurden im 2021 durch die Patenschaften finanziert. Animaris konnte dem Dog Park CHF 17'000.- an Patenschaftsbeiträge überweisen.

Insgesamt wurde von Animaris im 2021 ein Betrag von CHF 23'000.- an den Dog Park überwiesen.

Eine intensive Katzen-Kastrationsaktion in Lugoj, wie wir sie von Animaris schon mehrmals organisiert hatten, konnte wegen Corona leider nicht durchgeführt werden. Wir sind froh, dass dank NetAP ganzjährig kastriert werden kann, das heisst der Verein finanziert laufend Kastrationen, wenn Tiere durch die örtliche Bevölkerung zum ortsansässigen Tierarzt gebracht werden.


Leider gab es auch traurige Momente im Dog Park. So mussten wir uns von zwei Hunden verabschieden. Zum einen von Big Ben, welcher erst wenige Monate im Dog Park wohnte und zum anderen von unserem geliebten Petrom. Alle Helfer*innen, welche mal den Dog Park besucht haben, kamen nicht umhin, dieses grosse “Kuschelmonster” ins Herz zu schliessen. Es war deshalb kein Wunder, dass Petrom das Maskottchen des Dog Parks wurde. Wir werden ihn sehr vermissen und stets in Erinnerung behalten.


Zum Jahreswechsel hin hat sich auch ein personeller Wechsel ereigne. Cristian geht nun andere Wege und verabschiedet sich schweren Herzens vom Dog Park. Er war von Beginn an beim Projekt Dog Park dabei und hat dieses massgeblich mit gestaltet – stets mit einem riesen Herzen für die Hunde. Wir danken Cristian an dieser Stelle für seine langjährige Arbeit und Engagement und wir sind sicher, dass er sich auch weiterhin mit Herz für die Tiere in Rumänien einsetzt, sei dies in Lugoj oder in Timisoara. Wir und die Hunde werden ihn vermissen.


Glücklicherweise konnte ein Ersatz gefunden und aufgebaut werden. Florin heisst der neue Helfer an Ottos Seite. Florin lebt in Lugoj und ist ebenfalls ein grosser Tierfreund und keinesfalls ein Neuling was Tierschutz anbelangt. Zusammen mit Otto Forster kümmert er sich nun um den Dog Park. Wir wünschen ihm einen guten Start und freuen uns auf die Zusammenarbeit.


Mallorca

In Mallorca arbeiten wir eng mit privaten Helfern*innen sowie mit der Organisation Cat Protection Pollenca zusammen. Die Gedanken und Werte der aktiven Leute vor Ort und von Animaris decken sich, und so konnte eine gut funktionierende Kooperation entstehen – Arbeit gibt es genug! Denn das massive Katzenelend wurde durch Corona noch grösser. Ein Mitglied des Vorstands konnte im Sommer einen Besuch in Can Picafort organisieren und sich mit Helfer*innen und einem der Tierärzte austauschen. Die Gespräche haben umso mehr gezeigt: Die einzige nachhaltige Formel heisst kastrieren, kastrieren, kastrieren. Schon unzähliges Leid konnte damit verhindert werden. Gerade auch wegen Corona nimmt das Katzenelend kein Ende. Es wurden sehr viele unkastrierte Katzen ausgesetzt. Für die Helfer*innen vor Ort ist dieser Zustand extrem deprimierend und einige laufen Nahe an einem Burnout. Der Bedarf ist riesig und wir finanzieren so viele Kastrationen wie es die Finanzen zulassen. Gerne würden wir noch mehr Kastrationen ermöglichen und damit den Katzen wie den gutherzigen Helfer*innen vor Ort helfen.


Unser Dank für die fantastische Zusammenarbeit geht an: Christa, Sarah, Domenica und natürlich dem ganzen CPP-Team.

Im Jahr 2021 konnten total 563 Katzenkastrationen in Mallorca durch Animaris finanziert werden. Insgesamt wurde ein Betrag von CHF 35’600.- investiert.


Aktivitäten

Animaris Schweiz zählt aktuell 102 passive Mitglieder, der Mitgliederbeitrag beträgt pro Kalenderjahr CHF 35.00.

Die Aktivitäten mussten aufgrund der aktuellen Situation angepasst werden. So wurde zum ersten Mal ein Online Sportevent durchgeführt. Yoga, Pilates, Zumba und andere schweisstreibende Workouts wurden dem breiten Publikum online angeboten. Der Erlös kam in die Kasse für Kastrationen. Ein Event das viel Spass machte und hoffentlich eine Wiederholung findet. Auch gerannt wurde wieder – der Sponsorenlauf fand erneut dezentral statt. Je müder die Beine der Läufer wurden, desto mehr mussten die Sponsoren blechen. Auch dieser Event wird im Herbst 2022 sicher wieder durchgeführt. Da Märkte und Kuchenverkäufe nur bedingt möglich waren, haben die fleissigen Animaris Helfer*innen viel zuhause gebastelt und die entstandenen Werke online verkauft. All diese Aktionen und Events haben einen Ertrag von CHF 8’500.- generiert. Die Spenden lagen bei CHF 26'000.-. Ohne Eure Hilfe wäre dieser tolle Betrag nicht möglich gewesen – DANKE!



Der Vorstand bedankt sich von ganzem Herzen bei allen Helfer*innen und Spender*innen für ihr grosses Herz für Tiere und ihre fantastische Mithilfe im vergangenen Jahr. Zusammen werden wir auch im 2022 rocken!


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